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Corona Rasenpflege – so gehen Sie richtig vor

VonHaus VertikutiererIn Zeiten wie diesen sollten Sie die Öffentlichkeit möglichst meiden und das Haus nur für dringende Besorgungen verlassen. Auch wenn das Coronavirus zahlreiche Einschränkungen mit sich bringt, bleibt den allermeisten Hobbygärtnern nun mehr Zeit für neue Gartenprojekte. Hierzu zählt auch die alljährliche Rasenpflege. Gehören auch Sie zu denjenigen, die ihren Rasen im Frühling regelmäßig vertikutieren, sollten Sie vorab Ihren Lagerbestand an Düngemittel prüfen. Denn nach dem Vertikutieren ist das Düngen des Rasens unerlässlich. Ist kein Dünger mehr vorrätig, und haben Sie sich aus Sicherheitsgründen gegen einen Besuch im Gartencenter entschieden, erweist sich auch die Onlinebestellung aufgrund von unzureichenden Lagerbeständen sowie teils extremen Lieferzeiten als große Enttäuschung. In diesem Fall sollten Sie vorerst auf das Vertikutieren verzichten, und sich zunächst für eine der folgenden Vorgehensweisen entscheiden.

Variante 1: Den Rasen striegeln anstatt vertikutieren

Corona Rasenpflege - so gehen Sie richtig vorDas Vertikutieren ist eine beliebte Methode für einen satten und gesunden Rasen. Bleibt das anschließende Düngen jedoch aus, kann sich der Rasen nicht mehr vollständig regenerieren. Unkontrollierter Unkrautbesatz sowie Lücken im Rasen sind die Folgen. Da das Leben im Ausnahmezustand die Beschaffung des gewohnten Düngers enorm erschwert, ist es ratsam, das Vertikutieren in den Herbst zu verlegen. Tatsächlich gestalten sich die Witterungsbedingungen im Herbst sogar oftmals günstiger für diese Art von Rasenpflege.

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In Zeiten wie diesen empfiehlt es sich, den Rasen zunächst zu striegeln anstatt zu vertikutieren. Dadurch gelingt Ihnen das Entfernen abgestorbener Rasengräser, wodurch deren Bestockung unmittelbar angekurbelt wird. Außerdem fördert das Striegeln die Bildung von Seitentrieben, sodass der Rasen in die Breite wächst. Alles was Sie hierfür benötigen ist ein Rechen. Diesen führen Sie zunächst einmal längs und danach einmal quer über den Rasen. Das für den Rasen belastende Material lässt sich nun mit Leichtigkeit herausnehmen. Vergessen Sie nicht, Ihren Rasen nach dem Lockdown gründlich zu düngen.

Die Vor- und Nachteile des Striegelns im Überblick:

  • auflockern des Rasens ohne die Grasnarbe zu beschädigen
  • es wird lediglich ein Rechen benötigt
  • düngen kann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen
  • umweltfreundlich
  • bei großen Flächen und manueller Arbeitsweise recht zeitintensiv
  • düngen dennoch notwendig

Düngen ohne Chemie

Für ein gesundes und natürliches Erscheinungsbild Ihres Rasens sollten Sie generell auf den Einsatz chemischer Düngemittel verzichten. Ein eigener Kompost gehört beispielsweise zu den weitaus umweltfreundlichen Alternativen. Entfernen Sie das abgeschnittene Gras nach dem Mähen nicht, ist die Wirkung des Schnittguts mit der eines organischen Düngers vergleichbar. Außerdem wird der frisch gemähte Rasen bei starker Sonneneinstrahlung auf natürliche Art und Weise vor dem Austrocknen geschützt. Entscheiden Sie sich dafür, Ihren Rasen ganz ohne chemische Mittel zu düngen, sollten Sie dies drei- bis viermal jährlich durchführen:

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Zeitpunkt Beschreibung
Mitte März bis Mitte April umfassendes Düngen im Frühling
Juni zur Stärkung des Wachstums
August einzelne Stellen stärken
Ende September / Anfang Oktober Rasen auf Winter vorbereiten

Tipp: Damit die Nährstoffe leichter in den Boden dringen, ist es ratsam kurz vor einsetzendem Regen zu düngen.

Variante 2: Rasenpflege reduzieren

Nach bereits wenigen Wochen des Lockdowns beginnt sich die Natur spürbar zu erholen. Möchten Sie diese mit einem Stück natürlicher Rasenfläche unterstützen, sollten Sie fortan komplett auf jegliches Düngen verzichten. Auch das Mähen Ihres Rasens sollte nicht häufiger als zweimal jährlich erfolgen. Der erste Schnitt empfiehlt sich Ende Juni, wenn die Samenreife vollständig abgeschlossen ist. Der zweite Schnitt folgt dann im August. Entfernen Sie anschließend das Mahdgut, um den Boden bestmöglich auszumagern. Je magerer die Fläche ausfällt, desto mehr Pflanzenarten werden sich bereits innerhalb kürzester Zeit entwickeln. Zahlreiche Kräuter säen sich eigenständig aus, sodass mit der Zeit ein dynamischer Lebensraum für Pflanzen und Tiere entsteht.

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Sofern Sie nur wenig Einfluss auf den Lauf der Natur nehmen, wird die Artenvielfalt jährlich zunehmen. In Abhängigkeit des Standorts folgen bald darauf unter anderem:

  • Wiesenklee
  • Wegerich-Arten
  • Wiesen-Labkraut
  • Schlüsselblumen
  • Magerwiesen-Margerite

Um eine zu starke Verbreitung des Löwenzahns zu verhindern, sollten Sie diesen ausstechen, bevor dieser zur Pusteblume wird. Löwenzahn ist besonders wichtig für die Insekten- und Vogelwelt, da die Insekten den Blütennektar und die Vögel den Samen lieben.

Fazit

Auch in Zeiten der Corona Pandemie beginnt Ihr Garten uneingeschränkt zu grünen und zu blühen. Neben den alljährlichen Routinearbeiten bietet sich Ihnen nun ausreichend Gelegenheit, Ihre Gartenplanung neu zu überdenken. Während das klassische Vertikutieren unter Umständen nicht möglich ist, sollten Sie Ihren Rasen in diesem Frühling vorzugsweise striegeln oder sich für eine freie Blumen- und Kräuterwiese entscheiden.

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Bildnachweise: Adobe Stock / sv_production, Amazon / VonHaus

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